An der sechsten Runde musste gegen die punktgleichen Tabellenführer aus Wigoltingen und Elgg-Ettenhausen angetreten werden. Im ersten Duell gegen Wigoltingen konnten die Klettgauer gut mithalten und das Spiel war lange Zeit ausgeglichen. Der Boden wer hart wie Beton und die Zuspiele mussten extrem flach und wenig weit zugespielt werden, da die Bälle vom Boden wie ein Gummiball absprangen. Das machte die Sache für sämtliche Angreifer nicht immer leicht und oft konnten diese den Ball nur noch mit Mühe, hoch über der Leine erreichen und kraftvolle Schläge auf die Grundline waren Mangelware. Wigoltingen spielte gegen Satzende ohne Eigenfehler und das reichte, um den ersten Satz zu gewinnen. Satz zwei war dann auf Klettgauer Seite sehr schlecht und für Wigoltingen allerhöchstens ein Trainingssatz, ohne je wirklich gefordert zu werden. Obwohl das Resultat im dritten Durchgang nicht wesentlich besser ausfiel, war das Niveau aber wieder deutlich höher. Wigoltingen musst viel mehr Aufwand betreiben, um einen Punkt zu machen und alle Beringer wehrten sich so gut es ging, um teilweise längere Ballwechsel zu ‘‘überleben‘‘. Letztendlich waren es aber fast immer die Thurgauer, welche den Punkt doch noch realisierten und somit auch diesen Satz klar gewinnen konnten.

Satzresultate: 8:11 / 4:11 / 6:11

Im zweiten Spiel gegen Gastgeber Elgg-Ettenhausen waren dann alle Sätze deutlich ausgeglichener und Beringen lag mehrmals sogar mehrere Punkte in Führung. Durch die enorme Hitze und die schwer einzuschätzenden Zuspiele, neben der sehr harten Unterlage war diese auch noch sehr uneben, hielt sich die schäfte der Angriffsbälle in Grenzen und auf beiden Seiten konnten die Bälle durch die Hintermänner abgenommen werden. Hauptsächlich wurden die Punkte mit Halblangen oder seitlichen Bällen erzielt, wobei zwei lang geschlagen Bälle genau auf der Grundline der Klettgauer landeten, so dass die Farbe nur so aufsprang und Elgg-Ettenhausen viel Spielglück in Anspruch nehmen konnte. In allen Sätzen gab es Momente, in den die Beringer mit irgendetwas hadern konnten. Beringen lag leicht in Führung, der Ball kam einfach geschlagen vom Gegner, wohl alle drei Abwehrspieler der Klettgauer hätten diesen Ball erlaufen können, aber keiner fühlte sich so richtig zuständig und alle schauten sich nur an. Punkt für Elgg-Ettenhausen, absolut unnötig. Beringen führte 6:3 und konnte mit einem guten Zuspiel angreifen, der Schlag gelang und der gegnerische Angreifer konnte diesen nicht abnehmen. 7:3 für Beringen? Nicht wirklich, der Angriffsball touchierte die Leinen und es stand 6:4 und mit einem anschliessenden Anschlagfehler waren die Thurgauer wieder bis auf einen Ball dran. Zwei Minuten nach Satzbeginn liegt Beringen schon 0:5 zurück und erst dann beginnt man mitzuspielen. Punkt um Punkt kämpft man sich wieder heran, spielt wirklich gut und verliert dann den Satz nur 8:11. Das sind Momente, in den es im Kopf rattert, was wäre gewesen wenn usw. In der 1. Liga spielten solche Dinge oft keine Rolle, in der NLB reicht es einfach nicht mehr, um so zu siegen. Das grosse Problem ist, dass Beringen fast nie 20 Bälle konsequent und fehlerfrei spielen kann und das braucht es in der NLB offensichtlich, um etwas zu gewinnen.

Satzresultate: 8:11 / 8:11 / 8:11